Nachrichten
Spracherwerb wichtigste Aufgabe bei Integration
Bundesinnenminister de Maizière hat eingeräumt, dass das Problem der Integration teilweise auf die leichte Schulter genommen wurde. Als "vordringliche Aufgabe" nannte er den Spracherwerb. Ein vom Kabinett beschlossenes Programm sieht auch die Einstellung von mehr Lehrern mit Migrationshintergund vor.
Interview: "Der Migrationshintergrund allein ist kein Kriterium"
Lösen mehr Lehrer mit Migrationshintergrund das bundesdeutsche Integrationsproblem? In Stuttgart setzt sich die Initiative "Migranten machen Schule" für interkulturelle Kompetenz ein. Deren Mitbegründer Lazaridis erklärt im Interview mit tagesschau.de, was und was nicht solche Lehrer leisten können.
Merkel verurteilt geplante Koran-Verbrennung
Bundeskanzlerin Merkel hat die geplante Koran-Verbrennung durch eine fundamentalistische Kirchengruppe in den USA als "respektlos" und "abstoßend" kritisiert. Merkel äußerte sich in Postdam, wo sie an einer Preisverleihung für den dänischen Mohammed-Karikaturisten Westergaard teilnahm.
Koran-Verbrennung: US-Pastor provoziert weltweite Empörung
Ein evangelischer Pastor aus einem Provinzort in Florida hat mit seiner Ankündigung, einen Koran am 11. September zu verbrennen, weltweite Reaktionen ausgelöst. Die US- und die Bundesregierung reagierten empört. Auch UN-Generalsekretär Ban sowie der Vatikan verurteilten den Plan.
Glücksspiele: EuGH kippt staatliches Monopol
Der Europäische Gerichtshof hat das staatliche Monopol auf Lotterien und andere Glücksspiele in Deutschland in seiner jetzigen Form gekippt. Zwar ist ein Monopol nicht grundsätzlich verboten, wenn es der Bekämpfung der Spielsucht diene. Aber in Deutschland gebe es zu viele Ungereimtheiten, so die Richter.
LobbyControl will Atomvereinbarung offenlegen
Deutsche Atomkraftwerke bleiben länger am Netz. Die zugrunde liegende Vereinbarung wird von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl kritisiert. Sie fordert mehr Transparenz in der Frage, was in der Vereinbarung steht. Unklar ist momentan, wie rechtlich bindend diese für künftige Regierungen wäre.
BP weist alleinige Schuld für Ölkatastrophe von sich
Einer Untersuchung des Energiekonzerns BP zufolge tragen eine ganze Reihe von Firmen und Personen eine Mitschuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Eine Alleinschuld wies der Konzern zurück. Experten kritisieren, der Ölmulti wolle sich teilweise von der Verantwortung reinwaschen.
Kongo: Massenvergewaltigungen als Waffe
Nach der Vergewaltigung von etwa 500 Menschen in der Demokratischen Republik Kongo hat die UNO Fehler eingeräumt. Die Blauhelme hätten auf die Angriffe "nicht angemessen" reagiert. Eine UN-Beauftragte betonte, die Vergewaltigungen würden als gezielte Waffe eingesetzt.
Verbraucherschützer mahnen Amazon ab
Amazon muss bei seinem Lebensmittel-Lieferdienst wohl erheblich nachbessern. Zwei Wochen hat der Online-Händler Zeit, auf eine Abmahnung der Verbraucherzentrale Hamburg zu reagieren. Danach droht eine Klage. Unter anderem fehlen offenbar die gesetzlich vorgeschriebenen Hinweise auf Zusatzstoffe im Essen.
Umfrage: Eindeutige Ablehnung von "Stuttgart 21"
54 Prozent der Baden-Württemberger sprechen sich gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" aus. Das hat eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR und der "Stuttgarter Zeitung" ergeben. Die Grünen profitieren demnach deutlich vom Widerstand gegen das umstrittene Milliardenprojekt.
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